NEWSID: 313
Datum: 04.01.2018 - 19:00 Uhr | Baden-Württemberg

(Tauwetter, Hochwasser, extrem) Schlammlawine verwüstet Ort, Menschen in letzter Not gerettet, Feuerwehr kommt nur mit schwerer Allradtechnik an eingeschlossene Anwohner

THW im Einsatz, Geschäftsräume überflutet, Pegel erreicht fast Jahrhunderthöhe, schwere Pumpentechnik im Einsatz

(Tauwetter, Hochwasser, extrem) Schlammlawine verwüstet Ort, Menschen in letzter Not gerettet, Feuerwehr kommt nur mit schwerer Allradtechnik an eingeschlossene Anwohner: THW im Einsatz, Geschäftsräume überflutet, Pegel erreicht fast Jahrhunderthöhe, schwere Pumpentechnik im Einsatz

Datum: 04.01.2018 - 19:00 Uhr
Ort: Menzenschwand / Sankt Blasien / Baden-Württemberg / Landkreis Waldshut

Update 23:30 Uhr:
Katastrophenalarm laut Anwohnern in Stankt Bliesen. Anhaltende Niederschläge und demzufolge extremes Tauwetter haben das Flüsschen Alb auf einen Pegel von fast 300 cm gebracht. Es fehlten nur 4 cm zur historischen Marke (laut Hochwasserzentrale). Die Folgen sind dennoch verheerend. Geschäftsräume stehen unter Wasser. Einige Keller bis zu einem Meter. Das THW ist mit riesigen Pumpen im Einsatz. Noch schlimmer traf es das 6 Km nördlich gelegene Örtchen Menzenschwand. Eine Schlammlawine rollte hier durch den Ort. Zerstörte Wohnhäuser. Die Feuerwehr musste mit Allradfahrzeugen Menschen aus ihren Häusern evakuieren und in Sicherheit bringen. Die Schlammlawine und das reißende Wasser drohte sie und ihre Häuser wegzuschwemmen. Info: Aufnahmen Schlammlawine Menzenschwand: Alle Sequenzen ab dem Startfoto (Titelbild des Beitrages) des Teil 3! Die Aufnahmen davor (THW und co.) entstanden noch in Sankt Blasien. 

Update 19:00 Uhr aus Sankt Blasien:
Die Hochwasserlage in Sankt Blasien spitzt sich dramatisch zu. Es regnet weiter ununterbrochen. Der Pegel der Alb stieg in kurzer Zeit um über 20 cm. Hunderte Menschen drohen von den steigenden Wassermassen auf der Bernau-Menzenschwander-Straße eingeschlossen zu werden. Einige Grundstücke stehen komplett unter Wasser. Ebenfalls Wohneingänge und Garagen. Die Feuerwehr ist mit ein Großaufgebot vor Ort. Mit einem Schutzwall aus mehreren hundert Metern Länge versucht man die Wohnhäuser zu schützen. Man spricht mittlerweile vom schlimmsten Hochwasser seit über 10 Jahren in dieser Region.

Nach Dauerregen und Starkregen sowie Temperaturen von bis zu 7 °C auf 1400 Metern Höhe, setzte starkes Tauwetter im Schwarzwald ein. Dazu fielen in den letzten 6 Stunden bis zu 50 Liter auf dem Quadratmeter. Weitere Niederschläge sind bis in die Nacht hinein angekündigt. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und im Landkreis Waldshut spitzt sich die Hochwasserlage enorm zu. Von den Bergen schießt das Wasser gen Tal und hat erste Grundstücke überflutet (Feldberg-Ort). Noch ernster ist die Lage in Menzenschwand. Das Flüsschen Hauensteiner Alb ( http://1.1.1.5/bmi/www.hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de/gifs/00206-140.GIF ) steigt enorm an. Er wird voraussichtlich den Pegel von 2002 erreichen. Das wäre ein 15-jähriges Hochwasser. Erste Grundstücke sind auch hier überflutet, nur noch wenige Zentimeter fehlen, dann werden mehrere Häuser überflutet. Auch in Sankt Blasien steigt der Pegel weiterhin rasant. Auch hier fehlen nur noch wenige Zentimeter dann wird die Stadt überflutet. Die Feuerwehr aus St. Glasien ist auch schon im Einsatz, stellt Schilder für den Verkehr

© extremwetter.tv / Bernd März
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Unsere O-Töne
Neuer O-Töne 23:30 Uhr:
Geuvanni di Matteo – Anwohner:
„Ich bin sehr überrascht, es ging sehr schnell. Der Wasserpegel steigt und steigt. Bisschen hilflos aber die Retter in der Not sind da. Ich denke ich werde wach bleiben, wie sich das ganze entwickelt, ob ich vielleicht Wertsachen noch retten muss.“

Ludwig Kupka – Anwohner:
„Es sind nach der neusten App und nach Auskunft der Feuerwehr 295, im Jahr 1990 war der Pegel bei 3 Meter, wir sind 5 cm vom Pegel entfernt. Wenn man das THW brauchen, die Feuerwehren haben keine Punkten mehr. In Kellern wird mit 10 Personen geschöpft. Ich habe 10 cm Wasser, der Nachbar schon 1 Meter im Keller. Die Straße ist komplett überflutet.“

Uwe Bauer – Anwohner:
„Derzeit haben wir Starkregen und Schneeschmelze, da kommen zwei Faktoren zusammen. Wir sind das gewohnt, das ist für uns nix Neues. Wenn es noch weiter steigt, dann geht das Wasser an die Häuser.“

Raphael Albiz – Anwohner: „Viel Schnee, Dauerregen und dadurch steigen die Pegel natürlich. Wir haben Pumpen seit heute Morgen aufgebaut und jetzt warten wir, dass das Wasser weniger wird. Wenn die Alb übertritt gibt es größere Schäden. Seit heute Morgen haben wir auch schon einmal mit drei Pumpen gepumpt.“

Michael – Bauer: „Man sieht die Alb ist angestiegen. Das Wasser drückt es durch die Kanalisation zurück. Man sieht es, dass das Wasser in die Garage drückt. Wir mussten alles mit Bretter abschotten. Das wichtigste haben wir in Sicherheit gebracht. Es soll noch mehr regnen, wir hoffen das Beste, dass es irgendwann nachlässt und dass wir trocken bleiben.“

Burkhardt Rüllenrath – Anwohner: „Das Wasser kommt so hoch, dass es ins Haus rein laufen könnte. Die Feuerwehr legt jetzt eine Barriere auf 300 Metern, damit das Wasser nicht ins Haus rein läuft. Diese 20 cm in der Höhe sollen heute um 12 Uhr erreicht werden. Das Gefühl ist gut, weil die Feuerwehr da ist.“

    Unsere Bilder
  • Neue Aufnahmen 23:30 Uhr: THW im Einsatz, Schlammlawine uvm.
  • Neue Aufnahmen: O-Töne, Feuerwehr in Aktion, überflutete Grundstücke uvm.
  • Starkregen
  • Autos fahren durch Starkregen
  • Wasser schießt von Feldern
  • Wasser flutet Bauernhof
  • Wasser droht in Häuser zu laufen
  • Fluss tritt über die Ufer
  • überflutete Grundstücke
  • Pumpen laufen
  • Wasser wird aus Keller gepumpt
  • Wasser drückt aus Gully
    Youtube-Vorschauvideo

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