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Datum: 14.05.2020 - 12:41 Uhr | Sachsen

Corona-Reiseunternehmen demonstrieren: Großes Hubkonzert auf dem Annaberger Markt, mit Polizeibekleidung und kräftigem Huben ging es durch die engen Gassen von Annaberg-Buchholz, O-Töne Reiseunternehmer

„Im November sind 80 % der deutschen Reiseunternehmen insolvent, sie gibt es nicht mehr“

Corona-Reiseunternehmen demonstrieren: Großes Hubkonzert auf dem Annaberger Markt, mit Polizeibekleidung und kräftigem Huben ging es durch die engen Gassen von Annaberg-Buchholz, O-Töne Reiseunternehmer: „Im November sind 80 % der deutschen Reiseunternehmen insolvent, sie gibt es nicht mehr“

Datum: 14.05.2020 - 12:41 Uhr
Ort: Annaberg-Buchholz / Sachsen / Landkreis Erzgebirgskreis

Eigentlich wollten die Reiseunternehmen am heutigen Donnerstag in Berlin gegen die Coronabestimmungen demonstrieren. Viele Reiseunternehmen wissen nicht, wann wieder Reisen gestattet sind, seit Monaten plagen ihnen Existenzängste. Im Erzgebirge versammelten sich die Reiseunternehmen in der Bergstadt Annaberg-Buchholz. Unterhalb der St. Annen Kirche waren auf dem Marktplatz die Busse aufgereiht, kurz vor 12 Uhr wurde lautstark Protest gezeigt. Ein lautes Hubkonzert sollte auf die Lage aufmerksam machen. Die Busfahrer zeigen sich besorgt: „Im November sind 80 % der deutschen Reiseunternehmen insolvent, sie gibt es nicht mehr,“ erzählt ein Busfahrer. Die Reiseunternehmen sind neben der Veranstaltungsbranche u.a. eine Branche was extrem von der Coronakrise gefährdet ist. Kurz nach 12 Uhr ging es dann mit Polizeibegleitung und einem kräftigen Hubkonzert durch die engen Gassen von Annaberg-Buchholz. Menschen gaben ihnen Kraft, klatschten für ihre Existenz.

© extremwetter.tv / Bernd März
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Unsere O-Töne
Helmut Jetscke – Reiseunternehmer: „Wir wollen eine Perspektive haben, wir haben ein Fahrverbot, wir sind auf 0 Gesetz, 0 Umsatz, Kosten laufen weiter. Wir wollen eine klare Perspektive. Wir brauchen dringend diese Perspektive und eine Entschädigung. Wir haben Kosten pro Bus im Monat von 4000 Euro. Das sind Finanzierungskosten, das sind erhebliche Summen und das bei null Umsätzen. Die Reisegäste wollen ihr Geld zurück wiederhaben. Hier laufen viele Firmen Gefahr, in Kürze nicht mehr am Markt zu sein.

Matthias Gollner – Reiseunternehmer: „Die Zukunft ist ungewiss, weil keiner ein Termin gibt, wann es wieder los geht. Es gibt keinen exakten Plan von der Regierung wie und wann es wieder los geht. Wir haben das Material dastehen, wir müssen das bezahlen. Wir haben keine ordentliche terminelle Aussage wann wir wieder Reisen dürfen, bzw. wann die Leute generell wieder raus dürfen. In Zukunft sieht sehr schwarz aus. Wir brauchen noch einmal Soforthilfen vom Bund, sonst gibt es im Herbst 70 % der Busunternehmen nicht mehr. Ich schließe mich dem Trend an, dass 80 % der deutschen Busunternehmen von der Insolvenz betroffen sind. Das ist ein ganz großes, schwarzes Loch in was wir fallen.“

    Unsere Bilder
  • Busse auf dem Markt
  • Busse Detailaufnahmen
  • Busfahrer hinterm Lenkrad
  • Hubkonzert
  • Busse fahren auf Marktplatz
  • Brunnen und Busse
  • Leute filmen Hubkonzert
  • Busfahrer im Interview
  • Polizei begleitet Busse bei Demo
  • Hubkonzert Busse durch enge Gassen
  • Schnittbilder
    Vorschauvideo

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